Kostbare Klangkörper

Tirol: Reise zum Geigenbauer in Hall

Fürsten, Könige und Kaiser ließen im 17. Jahrhundert in Absam bei Hall bei Jakob Stainer, dem „Vater der deutschen Geige“, exquisite Saiteninstrumente fertigen. Die wertvollste Geige, die er in seinem letzten Lebensjahr baute, befindet sich heute in der Sammlung des Tiroler Landesmuseums (Ferdinandeum). Heute führt Geigenbauer Arnold Posch dieses Erbe fort – als eine der wenigen verbliebenen Geigenbauern Österreichs.

In seiner Werkstatt in Hall in Tirol können ihm Gäste bei einer Führung über die Schultern blicken und erleben, wie altes Handwerk einen neuen Rahmen erhält. Dabei erfahren sie auch allerhand Interessantes über die Kunst und die Geschichte des Geigenbauens. Auf den Geigen von Arnold Posch spielen Musiker aus aller Welt  – auch die Wiener Philharmoniker zupfen und streichen die Instrumente des Tiroler Handwerkers. Die besondere Qualität der Instrumente aus Meisterhand machen altes, bis zu einhundert Jahre gelagertes Holz, individuell angepasste Stege und Stimmstöcke sowie erlesene Harze für die eigene Lackherstellung aus.

Werkstattführungen sind auf Anfrage möglich: T.: +43/05223/54290, E-Mail: geigenbau.posch@gmx.at

Tourismusverband Region Hall – Wattens
E-Mail: n.wielander@hall-wattens.at
Web: www.hall-wattens.at
T.: +43/(0)5223/45544-32



 Sabina König am 11.04.2012   |  print