Steiermark: „Logik und Eigensinn“ im Kunsthaus
Am rechten Ufer der Mur an der Ecke Südtirolerplatz/Lendkai erblicken Graz-Besucher seit 2003 ein bläulich schimmerndes Gebäude, das sich wie ein außerirdisches Wesen von den roten Ziegeldächern seiner Umgebung abhebt – das Grazer Kunsthaus. Gemeinsam mit dem Uhrturm auf dem Schlossberg ist das Gebäude zu einem Wahrzeichen der Stadt geworden, die so ihr produktives Spannungsverhältnis zwischen Tradition und Avantgarde zum Ausdruck bringt. In seinem Inneren birgt das Gebäude wechselnde Ausstellungen zeitgenössischer Künstler, die Außenhülle ist als Medienfassade bespielbar.
Auf einem Laufband gelangen Besucher des Kunsthauses in den „Space 01“, die zweite Ausstellungsfläche, auf der das Kunsthaus Graz noch bis 6. Mai die Ausstellung „Logik und Eigensinn“ von Michael Kienzer präsentiert. Der steirische Künstler stellt die Sehgewohnheiten seines Publikums auf die Probe: Er spielt mit den Elementen des Sehens, indem er Materialien – Drähte, Glas- und Aluminiumplatten oder Stangen, aber auch Alltagsgegenstände wie Klebebänder, Blechdosen oder Radiergummis – auseinander nimmt und sie auf eine neue, meist ungewöhnliche Weise wieder zusammensetzt. Kienzer kreiert seine Skulpturen meist für einen konkreten Ort, so auch im Kunsthaus, wo sich eine überdimensionierte Skulptur über die Ausstellungsfläche spannt. Die Besucher entdecken die Relativität der Betrachtung, wenn sie dem Kunstwerk aus verschiedenen Richtungen begegnen. Dem Prinzip des Spannens und Verknotens von Konstruktionen bleibt Kienzer auch in den weiteren Kreationen treu, die den Besuchern bei einem Rundgang durch die Ausstellung begegnen.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, 10.00 bis 17.00 Uhr
Eintrittspreise: Erwachsene 8 Euro, Ermäßigungskarte 3 Euro, Kinder bis 6 Jahre frei
Kunsthaus Graz
E-Mail: kunsthausgraz@museum-joanneum.at
Web: www.museum-joanneum.at
T.: +43/(0)316/8017-9200














