Oberösterreich: Zeichen der Veränderung in Steyr
Der denkmalgeschützte Stadtteil Wehrgraben in Steyr, wo die ersten Betriebe im 18. Jahrhundert mit Hilfe der Wasserkraft der Steyr das Erz aus dem Erzgebirge zu Säbeln, Bajonetten und Gewehrbestandteilen fertigten, gilt heute als Treffpunkt für Kulturvermittlung und Bildung. Anlässlich der oberösterreichischen Landesausstellung „Arbeit/Mensch/Maschine. Der Weg in die Industriegesellschaft” wurden 1987 zwei alte Fabrikgebäude mit einer dynamischen Konstruktion aus Stahl und Glas verbunden und als Museum Arbeitswelt eröffnet. Nach dem Hochwasser im Jahr 2002 musste das Gebäude in Anlehnung an die ursprüngliche Architektur neu errichtet werden. Ebenso wie das Museum in seiner Architektur auf die Umwelt reagiert, macht es in seinem Programm im Rahmen von Ausstellungen, Vorträgen, Diskussionen, Workshops und Theateraufführungen auf gesellschaftspolitische Veränderungen aufmerksam.
Die aktuelle Schau „working_world.net – Arbeiten und Leben in der Globalisierung” führt dem Besucher den Globalisierungsprozess der Arbeitswelt nicht nur intellektuell fassbar vor Augen, sondern lässt ihn mit allen Sinnen in diese Welt eintauchen: Die Mechanismen der internationalen Verflechtung von Produktion und deren Auswirkungen auf Arbeit, Leben und Gesellschaft werden anhand von Videos, Fotos, Textanimationen, Rauminstallationen und einer Reihe anderer künstlerischer Werke kritisch aufgearbeitet und erlebnisreich präsentiert. Die Ausstellung soll dazu anregen, sich über Gestaltungsmöglichkeiten und Chancen, die mit jeder krisenhaften Entwicklung einhergehen, bewusst zu werden.
Öffnungszeiten: 13. März bis 29. Juli und 1. September bis 16. Dezember 2012, täglich außer Montag von 09.00 bis 17.00 Uhr
Eintrittspreise: Erwachsene 5 Euro, Ermäßigungskarte 3,50 Euro, Schüler im Klassenverband frei
Museum Arbeitswelt
E-Mail: office@museum-steyr.at
Web: www.museum-steyr.at
T.: +43/(0)7252/77351-0















